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Jack Wolfskin

Die Marke mit der Tatze. Für die einen ist Jack Wolfskin eine coole Marke für andere der Inbegriff von Spießigkeit. Was Jack Wolfskin aber auf jeden Fall ist: eine geile Outdoormarke mit guter Qualität. Und wenn das spießig ist, bin ich gerne ein Spießer, denn ich selbst trage seit Jahren Jack Wolfskin.

Jack Wolfskin ist nachhaltig, weil …

Outdoor Aktivitäten und Nachhaltigkeit passen perfekt zusammen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Thema für viele Outdoorausrüster mittlerweile eine hohe Priorität genießt. Anders als bei den „normalen“ Sportartikelherstellern liefert die Outdoorbranche mehr als nur Lippenbekenntnisse. Vaude und Patagonia sind hier die Vorreiter, aber auch Jack Wolfskin spielt vorn mit und gibt mit der Jack Wolfskin Texapore Kollektion den Vorreiter in Sachen nachhaltiger Wetterschutz.

  • Fair Wear Foundation Mitglied
  • transparente Lieferkette
  • Lieferantenkürzel auf jedem Kleidungsstück
  • Es gibt ein Reparaturprogramm und einen Impregnierservice
  • Bluesign Systempartner
  • PFC und PVC frei
  • 100 % der verwendeten Baumwolle ist Bio
  • Recycelte Materialien (GRS)
  • Mulesing Free Merinowolle
  • Verzicht auf Angora und Pelz
  • Keine Nanotechnoloigie

Was wir nicht wissen und wo wir Verbesserungspotenzial sehen

  • Jack Wolfskin ist nicht zu 100 % vegan
  • Die Entwicklung kreislauffähiger Produkte steckt noch in den Kinderschuhen
  • Ein Fokus auf einige wenige Kernlieferanten wäre wünschenswert

Lieferkette

Bei der Lieferkette setzt Jack Wolfskin auf Transparenz. 54 Zulieferer werden beispielsweise für eine Jacke mit 12 Komponenten benötigt. Alle Zulieferer werden öffentlich gelistet. Vom Vorstufenlieferanten über den Materiallieferanten bis hin zum Nähbetrieb.

Siegel

Bluesign kontrolliert die gesamte Lieferkette. So werden umwelt- und gesundheitsbelastende Substanzen ausgeschlossen werden. Ferner gewährleistet Bluesign die ressourcenschonende, umweltfreundliche und sichere Produktion

Fair Wear Foundation. Das ist kein Siegel, dem man blind vertrauen kann, denn im ersten Schritt heißt das nur, dass sich die Unternehmen in ihrer Entwicklung freiwillig kontrollieren lassen. So findet man das Siegel auf Pionieren in Sachen Nachhaltigkeit genauso wie auf Marken wie Neumitglied Takko Fashion. Wichtig ist also zu beobachten: Wie entwickeln sich die Unternehmen? Jack Wolfskin ist hier schon sehr weit. Hat beim Brand Performance Check 2017 den Status „Leader Status“ bekommen. 2023 allerdings nur noch GOOD
PFC

Die giftige krebserregende Chemikalie ist oft in Regenbekleidung (Imprägnierung) zu finden. Durch Waschen gelangt es in unser Trink- und Grundwasser. Die Rückstände sind mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden. Von der Antarktis bis in den Regenwald, vom Meeresgrund bis zum Himalaja. (mehr dazu)
Jack Wolfskin ist PFC frei seit 2020

Greentec Award

Der Umweltpreis wird seit 2008 an Unternehmen NGOs und Verbänden, Sportlern, Schauspielern und allen sonstigen Aktiven für ihre Umweltschutzprojekte verliehen. Jack Wolfskin ist Sponsor des Awards und ist seit 2017 Pate der neu geschaffenen Kategorie Sport, die in diesem Jahr Vaude gewonnen hat.

Was wir nicht wissen:

  • Warum JW im Performance Check der FWF 2023 nur noch GOOD ist
  • Tierwohl spielt zwar eine große Rolle, aber es gibt keine Siegel für Leder und Wolle

Die Kollektion

Jack Wolfskin bietet Outdoor- und Lifestylemode für Damen, Herren und Kinder an. Außerdem: Rucksäcke und Schuhe

Jack Wolfskin – Die Geschichte

Jack Wolfskin wurde 1981 von Ulrich Dausien in Frankfurt am Main gegründet. Die Idee entstand während eines Campingtrips in Kanada, wobei der Name und das bekannte Tatzen-Logo die Wildnis und Unabhängigkeit symbolisieren sollten. In den 1980er Jahren leistete das Unternehmen Pionierarbeit durch die Einführung des Systemreißverschlusses, der es ermöglichte, Fleecejacken in wetterfeste Außenjacken einzuzippen.

In den 1990er Jahren entwickelte sich die Marke zu einem der führenden Anbieter für Outdoor-Ausrüstung in Europa und wurde besonders durch ihre Funktionsjacken im Alltag populär. Nach mehreren Eigentümerwechseln, unter anderem an Finanzinvestoren wie Bain Capital, gehört Jack Wolfskin seit 2019 zum US-amerikanischen Golf-Konzern Callaway Golf (heute Topgolf Callaway Brands). Heute legt das Unternehmen einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit, etwa durch die Verwendung recycelter Materialien und den Verzicht auf PFC. Mit dem Slogan „We Live to Discover“ positioniert sich die Marke weiterhin als Begleiter für Wanderer und Outdoor-Begeisterte weltweit.

Ist Jack Wolfskin pleite?

Seit einigen Jahren kursieren immer wieder Meldungen um eine Pleite von Jack Wolfskin. Das stimmt nicht. Zwar haben die Investoren und Eigentümer in den letzten Jahren häufig gewechselt. Zuletzt Blackstone (Hedgefond), die das Unternehmen zu einer Expansionsstrategie und erheblichen Schulden gedrängt hat.
Im Januar 2019 wechselte jetzt erneut der Besitzer: Callaway. Die Amerikaner sind der weltweit führende Golfausrüster. Das bedeutet, dass ein strategisches Interesse an der Outdoormarke besteht, was ein solides Wirtschaften ermöglicht. Wir dürfen uns also weiterhin an der Marke mit der Tatze, der herausragenden Qualität erfreuen und den Weg zu einer vollständig nachhaltigen Wertschöpfungskette verfolgen.

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