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Nachhaltige Mode

Nachhaltige Mode bedeutet mehr als Bio-Baumwolle oder ein „vegan“-Label. Viele Marken konzentrieren sich auf einzelne Materialien und vermarkten ihre Produkte als „nachhaltigere Mode“. Der entscheidende Unterschied bleibt dabei oft unsichtbar: Gute Materialien allein machen ein Kleidungsstück noch nicht fair oder rundum nachhaltig.

Wir schauen genauer hin: Entscheidend sind Materialien, faire Arbeitsbedingungen, transparente Lieferketten und die Frage, wie lange ein Kleidungsstück getragen und repariert werden kann.

Auf dieser Seite findest du unsere wichtigsten Guides zu fairer Kleidung, nachhaltigen Schuhen, Outdoor- und Sportmode sowie unabhängige ECOmano Markenchecks. Wir zeigen, welche Kriterien wirklich zählen, welche Siegel Orientierung geben und welche Marken bei Transparenz, Materialien und Kreislauffähigkeit überzeugen.

Es gibt heute keinen Grund mehr, keine nachhaltige Mode zu kaufen. Weder in Style noch beim Preis unterscheiden sich nachhaltige Modemarken von den Big Playern.

Das ist uns bei nachhaltiger Mode besonders wichtig

Nachhaltige Mode 1

Fairness

gegenüber Mensch, Natur und Tier

Nachhaltige Mode 2

Materialien

nachhaltige und innovative Materialien

Nachhaltige Mode 3

Transparenz

entlang der gesamten Lieferkette

Nachhaltige Mode 4

Kreislauf

Reparatur- und Kreislauffähigkeit


Finde nachhaltige Mode, die zu dir passt

ECOmano Check: Woran erkennt man nachhaltige Mode?

  • Material
    Es genügt nicht Naturmaterialien einzusetzen. Konventionelle Baumwolle verbraucht deutlich mehr Wasser als Bio-zertifizierte Baumwolle. Pestiziden und Herbziden ganz zu schweigen. Recycelte Textilfasern nehmen eine immer wichtige Rolle ein.
    Gibt die Marke an, welche Materialien sie verwendet und woher sie stammen?
  • CO₂ Ausstoß
    Jede Produktion stößt CO₂ aus. Das ist auch gar nicht schlimm, aber wir wollen wissen ob die Unternehmen sich bemühen, ihren Ausstoß zu minimieren. Es genügt nicht, CO₂-Zertifikate zu kaufen oder zu kompensieren. Wir setzen eine echte und nachhaltige Optimierung der eigenen CO2-Emissionen voraus.
    Gibt das Unternehmen konkrete Einsparungen bekannt und geht mit seinem Fortschritt transparent um?
  • Produktion und Sozialstandards
    Egal, wo auf der Welt produziert wird. Es gibt keinen Grund Arbeiter*innen nicht fair zu bezahlen. Der Mindestlohn ist in vielen Fällen zu niedrig. Es geht darum, die Lohnlücke zu schließen und einen existenzsichernden Lohn zu gewährleisten.
    Nennt die Marke konkrete Fabriken, Produktionsländer oder Audit-Ergebnisse?
  • Langlebigkeit und Reparierbarkeit
    Echte Fair Fashion ist auf Langlebigkeit und Kreislauffähigkeit ausgelegt – günstige Preise bei gleichzeitigem Nachhaltigkeitsversprechen sind oft ein Widerspruch.
    Bietet die Marke Reparaturservice, Garantien oder Hinweise zur langen Pflege der Sneaker?

Diesen Siegeln vertrauen wir besonders

Nachhaltige Mode 11

Fair Wear Foundation

Fokus auf faire Arbeitsbedingungen:

Certifed B Corporation

Certified B

Fokus auf die Pfeiler der Nachhaltigkeit

Nachhaltige Mode 12

OEKO TEX Made in Green

Fokus auf die gesamte Lieferkette

Nachhaltige Mode 13

GOTS

Fokus auf Baumwolle und Verarbeitung

Bluesign Partner

bluesign

Fokus auf Chemikalienmanagement

Unsere Top-Markenempfehlungen

MarkeBesonders stark beiMANO Score🔗
Armedangelsfaire Alltagsmode9/10zum Markencheck
Living Craftsgünstige Basics5/10zum Markencheck
VaudeOutdoorbekleidung8/10zum Markencheck
erlich TextilUnterwäsche und Socken8/10zum Markencheck
DawnJeans8/10zum Markencheck

Der MANO-Score

  • überwiegend Biomaterialien
  • mindestens teilweise recycelte Textilfasern
  • Materialsiegel (GOTS, Fairtrade, Oekotex…)
  • Fokus auf Kreislauffähigkeit
  • Reparaturprogramm
  • veganes Label
  • Fokus auf Kernlieferanten und/oder Made in EU
  • Mitglied einer Organisation (Fair Wear Foundation, Certified B…)
  • verantwortungsvoller Umgang mit Chemikalien
  • CO₂ Reduktion
9 von 10 Punkten

So ermitteln wir unseren MANO-Score

Häufe Fragen zu nachhaltiger Mode

Was ist nachhaltige Mode?

Bei nachhaltiger Mode oder auch Fair Fashion wird die gesamte Lieferkette betrachtet. Das beginnt mit nachhaltigen Materialien (idealerweise Bio), geht über faire Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Löhne entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zu einer umweltschonenden Produktion. Am Ende steht die Kreislauf- und Reparaturfähigkeit.

Welche nachhaltigen Modemarken sind empfehlenswert?

Es gibt zahlreiche nachhaltige Modemarken. Die bekanntesten sind zum Beispiel: Armedangels, VAUDE, Patagonia, hessnatur, Recolution, Living Crafts

Ist Bio-Baumwolle automatisch nachhaltig?

Biobaumwolle ist grundsätzlich nachhaltiger als konventionelle Baumwolle, da sie deutlich ressourcenschonender angebaut wird und weniger Pestizide benötigt. Aber BIO Ist kein geschützter Begriff, hier gilt es genauer hinzuschauen. Echte Biobaumwollsiegel sind zum Beispiel GOTS, Fairtrade

Woran erkenne ich faire Mode?

Echte faire Marken setzen auf unabhängige Prüfungen und damit auf Siegel, wie GOTS, Fair Wear Foundation, Certified B, Fairtrade, OEKO TEX Made in Green.

Welche Siegel für nachhaltige Kleidung sind glaubwürdig?

Fair Wear Foundation, Bluesign, GOTS, OEKO TEX Made in Green, Fairtrade, Certified B

Ist Kleidung aus recyceltem Polyester nachhaltig?

Nein. Bei jedem Waschgang lösen sich Mikroplastikpartikel, die von Kläranlagen nur schwer herausgefiltert werden können. Plastik, egal ob neu oder recycelt hat in nachhaltiger Kleidung nichts verloren. Ausnahmen sind geringe Mengen Elastan und Polyamid in Socken, Unterwäsche und Sportbekleidung. Hier ist recyceltes Polyester nachhaltiger als neues. (Beitrag)

Ist Secondhand nachhaltiger als neue Fair Fashion?

Ja. Besonders mit Blick auf die Ressourcen. Einmal produziert ist Kleidung wertvoll und sollte nicht als Müll betrachtet werden. Dennoch sollte man beachten, dass sich eine ganze Second Hand Branche entwickelt hat, was dazu führt, dass NGOs, die Altkleider sammeln, kaum noch kostendeckend arbeiten können. Wir haben uns hier mit der Thematik genauer befasst.

Warum ist nachhaltige Mode oft teurer?

Nachhaltige Materialien sind im Anbau teurer und Arbeiter*innen entlang der Lieferkette werden deutlich vernünftiger bezahlt als bei konventionellen Marken. Auch die Einhaltung von Umweltstandards ist teurer. Außerdem produzieren diese Marken kleinere Mengen, was den Preis ebenfalls nach oben drückt.

Gibt es günstige nachhaltige Kleidung?

Ja, denn viele nachhaltige Marken verzichten auf große Marketingkampagnen und haben eine schlankere Lieferkette. Daher ist der Unterschied zu großen Marken generell nicht mehr so hoch. Aber Marken, wie MELA, Neutral, Ytwood bieten Basics an, die oft sogar günstiger sind als große Marken.