Sie sind das ultimative Sommer-Gadget. Kaum aufgesetzt, schnellt der Coolnessfaktor direkt um mindestens 7,8 Punkte nach oben. Das gilt auch für nachhaltige Sonnenbrillen. Für mich als Raver der Neunziger war sie damals überlebensnotwendig, wenn wir irgendwann gegen Mittag aus den dunklen Club-Löchern herauskrochen und einem das Tageslicht mit brachialer Härte gegen die Netzhaut donnerte.
Heute ist sie bei mir nur noch ein sicherheitsrelevantes Accessoire auf dem Fahrrad. Ja, Zeiten ändern sich. Leider sind sie entweder aus Plastik oder von Marken, die man lieber nicht unterstützen will. Natürlich gibt es auch nachhaltige Sonnenbrillen und ein paar davon wollen wir Dir hier vorstellen, die sich auch alle als etwas ausgefalleneres Geschenk eignen.
Nachhaltige Sonnenbrillen aus Natur- und Recyclingmaterialien
Egal, ob aus Natur- oder Recyclingmaterialien. Es gibt viele Ansätze, die aus den beliebten Modeaccessoires nachhaltige Sonnenbrillen machen. Wie immer bei unseren Bestenlisten, erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit und freuen uns immer über Kommentare, wenn Deine Lieblingsmarke fehlt. Um Sonnenbrillen ranken sich viele Mythen. Hier findest Du die medizinische Einordnung dazu.
Kunststoff ist mehr als Billigplastik. Neben recyceltem Plastik, was den meisten wohl als Erstes einfällt, gibt es das sogenannte Acetat. Ein Bio-Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Baumwolle und Holz. Das Material sieht hochwertig aus und fühlt sich auch so an, außerdem ist es sehr leicht, weshalb es für Brillen perfekt ist. Weizenstroh ist hier ebenfalls im Kommen und wird beispielsweise gerne für nachhaltige Handyhüllen verwendet.
Take a Shot
Neben Sonnenbrillen aus Holz möchten wir hier aber speziell auf die Bio-based Kollektion eingehen. Die besteht aus Bio-Kunststoff und ist damit auch biologisch abbaubar. Meist wird dieser Kunststoff zum Beispiel aus Mais und Zuckerrüben gewonnen oder auch aus Rizinusöl. Damit ist es auch hypoallergen und pflegeleicht. Daneben kommt auch Edelstahl zum Einsatz, das sehr robust ist und sehr einfach zu recyceln ist. Die faire Herstellung wird vom Leipziger Unternehmen regelmäßig vor Ort kontrolliert. Preislich liegen die TAS Brillen zwischen 60 und 80 Euro. Die Modelle sind vegan und optional verglasbar.
Gloryfy
Das österreichische Unternehmen wurde seinerzeit durch die Höhle der Löwen bekannt. Der Clou: Die Brillengestelle sind unkaputtbar. Man kann alles an den Brillen verbiegen, ohne dass es bricht oder die Form verliert (bis auf die Gelenke natürlich). Das ist für all diejenigen perfekt, die sich gerne mal draufsetzen oder beim Toben mit den Kids eine Brille brauchen, die alles mitmacht. Auch sehr schön: Die verschiedenfarbigen Gläser kannst Du auch einzeln nachbestellen. Trotzdem sind die nachhaltigen Sonnenbrillen von Gloryfy mit 130 bis 179 Euro gar nicht allzu teuer. Das alles trägt wesentlich zur Nachhaltigkeit bei, weil so die Lebensdauer der Brille deutlich verlängert wird. Neben Sport – und Sonnenbrillen gibt es auch optische Brillen. Die gesamte Kollektion wird in Österreich hergestellt.
Parafina
Alle Sonnenbrillen des spanischen Fashion-Labels bestehen zu 100 % aus recycelten Materialien, wie Kunststoff, Kaffee, Reifen oder Gummi. Entsprechend groß ist die Auswahl an Farben und Formen. Auch ich habe mir kürzlich eine nachhaltige Sonnenbrille von Parafina bestellt. Als Certified B-Unternehmen verpflichtet sich Parafina zu ökologischen und sozialen Engagement. 5 % des Gewinns gehen an ein Projekt in Paraguay, um dort Schülern Sehhilfen zu finanzieren und so besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Die Transparenz gewährleistet Prafina über das Trackingsystem BCOME. Alle Modelle sind vegan.
erhältlich bei Shop Like You Give A Damn*
MessyWeekend
Das skandinavische Label steht für klare Formen ohne Schnickschnack. Hinter MessyWeekend steckt derselbe Investor wie hinter Nordgreen. Zwar gibt es auch Modelle aus Acetat, also ein Plastik auf Cellulose-Basis, aber der Nachhaltigkeitsgedanke liegt mehr im Drumherum: Für jede verkaufte Brille, werden 2 kg Plastik aus dem Meer gefischt. Dafür arbeitet das Unternehmen mit den NGO’s Plastic Change und ReSea zusammen. Alle Modelle werden handgefertigt und sind äußerst robust und damit alltagstauglich. Preislich liegen die nachhaltigen Sonnenbrillen von MessyWeekend zwischen 60 und 130 Euro.







