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Fairtrade Schokolade | Diese Marken schmecken doppelt gut

Schokolade ist Belohnung, Glücksgefühl, Genuss, Geschenk, Dankeschön und vieles mehr. Was sie in den meisten Fällen nicht ist: fair.
Deutschland ist mit 4,8 Mrd. Dollar der größte Schokoladenexporteur der Welt (gefolgt von Belgien mit 3 Mrd. Dollar und Italien mit 2 Mrd.). 8,7 Kilo verputzen wir Deutschen davon jährlich pro Kopf. Fairtrade Schokolade findet darunter zwar immer häufiger, aber immer noch viel zu selten. der Marktanteil von fair gehandeltem Kakao liegt in Deutschland gerade mal bei 8 %.(Quelle: Fairtrade Deutschland) Wir stellen Dir faire Alternativen zu Mars, Nestlé, Milka, Lindt und Co vor.

ECOmano Check: Woran erkennt man fair gehandelte Schokolade?

Fair gehandelte Schokolade erkennst Du im Optimalfall an den bekannten Siegeln, aber es gibt noch weitere Anhaltspunkte

  • Siegel/Zertfikate
    Die bekannten Siegel sind Fairtrade und die Rainforest Alliance.
    Gibt die Marke an, welche Materialien sie verwendet und woher sie stammen?
  • Direkthandel/Fair Chain
    Beim Direkthandel besteht eine direkte Beziehung zwischen Schokladenhersteller und Plantage. Transparenz ist hier das Wichtigste. Bei FairChain liegt die gesamte Lieferkette im Ursprungsland des Kakaos
    Nennt die Marke konkret, welche Plantage und welche Zwischenhändler an der Schokolade mitverdienen?
  • Faire Arbeitsbedingungen
    Diese sind durch die Siegel gewährleistet. Wenn kein Siegel vorhanden ist, sehen wir die Hersteller in der Pflicht transparent zu kommunizieren.
    Wir transparenzt ist der Schokoloadenhersteller?
  • Bio
    Bio ist immer besser als konventioneller Kakao. Nicht nur wegen der Umwelt, sondern auch die Arbeiter*innen kommen beim Bioanbau nicht mit Pestzizden und Herbizeden in Kontakt. Widerspruch. Bezieht die Marke Bio-Zertifzierten Kakao?

Überblick: Welche Schokolade ist fair gehandelt?

MarkeFair gehandeltPreisniveau
Zotter*Direkthandel, Bio$$$
Nucao*Naturland, Bio, Direkthandel$$
Rausch*Direkthandel, eigene Plantagen$$
Paccari*Direkthandel, Certified B$$$
Fairafric*FairChain, Bio$$
Gepa*Fairtrade, Bio$$
Jokolade*Direkthandel$
Ethiquable*FairChain, Bio$$
Tony’s Chocolonely*Fairtrade$$
Share*Bio, Cerfified B, Spende$
Ritter Sport*Rainforest Alliance, Fairtrade$

Siegel-Wegweiser für fair gehandelte Schokolade

Fairtrade steht heute als Synonym für fairen Handel. Dabei ist es egal, ob es das offizielle Fairtrade Siegel von Transfair ist oder andere Organisationen. Das Prinzip ist immer das gleiche und weil das ganz schön verwirrend sein kann, stellen wir die 4 wichtigsten Siegel hier vor.

Bei unfairer Schokolade bekommt der Kakaobauer in Westafrika zwischen 0,45 € und 0,70 € pro Tag. Das liegt deutlich unterhalb der international definierten Armutsgrenze von 1,25 Dollar. An einer Tafel Schokolade verdient der Kakaobauer also gerade mal 6 %. Zum Vergleich: Beim Supermarkt bleiben 44 % hängen und beim Schokoladenhersteller 35 % (Quelle: makechocolatefair.org)

Fairtrade Produktsiegel

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Das ist das klassische und bekannte Fairtrade Siegel. Der Fairtrade Mindestpreis sichert den Kakaobauern ein Einkommen unabhängig von den extrem schwankenden Weltmarktpreisen. Liegt der Weltmarktpreis darüber muss natürlich auch dieser bezahlt werden. Zusätzlich gibt es Prämien, bei denen die Bauern in einem demokratischen Prozess selbst entscheiden, wofür diese eingesetzt werden sollen.

Aber fair gehandelter Kakao ist noch aus einem anderen Grund wichtig: Kinderarbeit und noch schlimmer Kindersklaven. Das ist in Ghana und der Elfenbeinküste leider an der Tagesordnung. Diese beiden Länder erbringen zusammen 70 % der weltweiten Kakaoernte. Aktiv gegen Kinderarbeit schätzt 2 Mio. Kinder auf den Kakaoplantagen. Außerdem erhalten die Arbeiter auf Fairtrade zertifizierten Plantagen Mitspracherecht, Beratung und Schulung für mehr Effizienz und Produktivität auf den Plantagen. fairtrade-deutschland.de

Fairtrade Rohstoff-Siegel

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Das „klassische“ Fairtrade Siegel darf nur auf Produkten stehen, die vollständig aus fair gehandelten Rohstoffen bestehen, wenn zum Beispiel zwar der Kakao fair gehandelt wird, nicht aber die Nüsse oder der Rohrzucker, dann darf dieses Siegel so nicht auf der Verpackung stehen. Genau für diesen Zweck hat Transfair das Rohstoff-Siegel entwickelt.

Wir verstehen zwar den Gedanken dahinter, halten es aber für gefährlich, denn es verwässert die Standards. Denn der durchschnittliche Verbraucher schaut nur oberflächlich darauf und so kann es sein, dass letztendlich die anderen Bauern in der Wertschöpfungskette dafür bezahlen, dass der Kakao Fairtrade ist. Wo da die Reise hingeht, sieht man daran, dass zum Beispiel auch Ferrero diese Version des Fairtrade Siegels bekommt, die dafür bei Haselnussernte überhaupt nicht auf Nachhaltigkeit achten. Das Programmsiegel ist immer noch besser als gar kein Siegel – aber am besten ist es, beim Kauf auf das Produktsiegel zu achten. Mehr Infos

Rainforest Alliance

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Anfang 2019 haben sich UTZ und die Rainforest Alliance zusammen geschlossen. Das UTZ Siegel wird, soweit wir wissen verschwinden und der bekannte Frosch wird überarbeitet. Damit werden wir wohl in Zukunft deutlich häufiger das Logo auf den Produkten sehen, aktuell ist die Rainforest Alliance hauptsächlich auf Produkten in den USA vertreten. Nach eigenen Angaben verdienen Rainforest Alliance Bauern 291 % mehr im Vergleich zu nicht zertifizierten Plantagen und erzielen 58 % höhere Produktionsmengen. Die Betriebe werden jährlich kontrolliert. Leider steht immer noch die Kritik im Raum, dass diese Kontrollen zu lasch sind und die prinzipiell guten Standards nur unzureichend durchgesetzt werden.

Wir hoffen, dass der Zusammenschluss dieser beiden, eher schwächeren Siegel für mehr Kapazitäten und Transparenz sorgen. Auch hier gilt: Mit ist immer noch besser als ohne. rainforest-alliance.org

Direkthandel

Die Fairtrade Siegel stehen immer wieder in der Kritik ihre Standards nicht ausreichend durchzusetzen und damit nicht mehr als Marketingtools zu sein. Deshalb setzen einige Hersteller auf Direkthandel, also eine Geschäftsbeziehung mit einer oder nur wenigen Plantagen. Leider gibt es dafür keinen Standard und keine unabhängige Kontrollstelle. Jedes Unternehmen kann das behaupten und somit festlegen, was in seinen Augen „fair gehandelt“ ist. So setzen zum Beispiel Mondelez und Nestlé auf ihre eigenen Programme, die sind aber so mit Allgemeinplätzen angereichert, dass man sie getrost als Greenwashing bezeichnen kann.

Man muss sich also in diesem Fall schon genau anschauen, wie transparent berichten die verschiedenen Hersteller über ihre Direkthändler. Prinzipiell ist Direkthandel aber sehr fair und Du hast sicher schon festgestellt, dass wir oben auch Direkthandel zu Fairtrade Schokolade zählen.

Eine Besonderheit des Direkthandelst ist das sogenannte FairChain Prinzip. Hier bleibt die gesamte Lieferkette im Herkunfstland des Kakaos. Das stärkt die lokale Wirtschaft deutlich stärkter als reiner Rohstoffhandel.

Marken Deep Dive: Fairtrade Schokolade Marken

Fair gehandelter Kakao hat aktuell die stärksten Zuwachsraten aller Fairtrade zertifizierten Lebensmittel. 2015 waren es noch 14.300, 2017 bereits 37.000 Tonnen. Das ist eine sehr schöne Entwicklung, aber es gibt noch viel zu tun und da eine Schokolade nun mal aus mehreren Zutaten besteht, ist der Kakao nur ein Teil einer fairen Wertschöpfungskette. Mehr Hintergrundwissen über Kakao findest Du bei schnelleinfachgesund.de. Die meisten dieser Anbieter haben auch vegane Sorten und Schokolade aus Milchalternativen im Angebot, uns geht es hier aber generell um Fairtrade Schokolade.

nucao

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Im Herbst 2022 präsentiert sich das Leipziger Unternehmen in neuem Look-and-Feel, neben dem neuen Namen nucao hat man den Riegeln und der Schokolade eine neue Rezeptur verpasst. Der Fairtrade Bio-Kakao stammt nach wie vor von peruanischen Kooperativen wie z.B. Norandino, wo der Kakao in Mischkulturen ohne Pestiziden angebaut wird. Auch für alle anderen Zutaten ist das Unternehmen transparent und verzichtet auf künstliche Aromen und Süßstoff. Was uns besonders freut: Das gesamte Sortiment ist vegan und zu 100 % bio. Die Verpackung besteht entweder aus Zellulose und ist damit heim-kompostierbar oder aus Papier und damit sehr gut recyclingfähig. Mit jedem gekauften Produkt unterstützt Du Aufforstungsprojekte (1 Billion Trees Projekt).

Rausch

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Wann immer Du in Berlin bist, solltest Du unbedingt im Rausch Schokoladenhaus am Gendarmenmarkt vorbeischauen. Nicht nur, dass die Schokoladenskulpturen, wie das Brandenburger Tor, der Reichstag oder die Berliner Bären sehenswert sind, sondern die Schokolade ist großartig. Hier bekommst Du keine Industrie-Standardware. Besonders die Schokolade nach Herkunft, die alle ihren eigenen Charakter mitbringen sind eine Wucht. Der Kakao stammt entweder aus Direkthandel oder aus der eigenen Plantage in Costa Rica. Eine eigene Plantage ist die beste Methode um faire Bedinungen zu gewährleisten, weil es einfach verdammt transparent ist und man Verfehlungen nicht auf eine „unüberschaubare“ Lieferkette schieben kann. Mit 5.6 Euro pro Tafel ist Rausch Schokolade noch nicht mal exobitant teuer. Absouter Kauftipp!

Zotter

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Zotter ist eine Bio-Schokoladen-Manufaktur in Familienbesitz, die von der Röstung der Kakaobohnen über das Walzen bis hin Veredelung alles selbst macht, Bean to Bar nennt sich das Ganze. Die unzähligen abgefahrenen Kombinationen wie Hanfpraline, Brennholz, Hackschnitzel, Caipirinha oder Craft Beer lohnen sich einmal quer durch das Sortiment zu futtern und wieder zurück. Daneben gibt es auch zahlreiche vegane Sorten. Mit dem Biofektorator kannst Du Deine individuelle Pralinenbox in verschiedenen Größen zusammenstellen. Als Mitglied der World Fair Trade Organisation bekennt sich Zotter ganz klar zu fairem Handel und geht noch einen Schritt weiter und zahlt den Bauern ein Vielfaches des Weltmarktpreises.

Fairafric

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Bei Fairchain ist das Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette im Herkunftsland zu belassen. Das stärkt die regionale Wirtschaft natürlich noch mal stärker, als wenn, wie bei Fairtrade nur die Bauern fair bezahlt werden. Das bedeutet außerdem, dass die Transportwege sehr kurz sind. Sogar beim Export, weil, selbst wenn die Schokolade in andere Länder verschickt wird, entfällt immerhin der erste Transportweg. Die Bewegung ist relativ neu und hat seinen Ursprung im Kaffeemarkt. Aber wir denken: Das ist die Zukunft von Fairtrade Schokolade! Fairafric belegt das mit beeindruckenden zahlen: 2000 Dollar verdient Ghana am Export von einer Tonne Kakaobohnen, werden die aber in Ghana direkt zu Schokolade verarbeitet, steigt das Einkommen auf 10.000 Dollar pro Tonne. fairchain.org

Ethiquable

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Bleiben wir beim Fair Chain Prinzip. Auch die französiksche Schokoladen Marke hält seine gesamte LIeferkette im Ursprungsland. Ethiquable ist eine Genossenschaft, die auf den Grundsätzen der solzialen und solidarischen Landwirtschaft fußt und arbeitet ich für eine sozialere und solidarischere Landwirschaft ein und arbeitet nur mit kleinbäuerlichen Betrieben in Nicaragua zusammen. Das ist ehrliche Schokolade!

Gepa

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Gepa ist sowas wie die Referenz für fair gehandelte Lebensmittel und steht außerdem für ausgezeichnete Bio-Qualität. Fairtrade hört nicht beim Kakao auf, auch die Bio-Milch und der Zucker ist fair gehandelt. Der Verzicht auf Gentechnik gehört genauso zur Gepa Philosophie wie die umweltfreundliche Verpackung, so wird die Fairtrade Schokolade von Gepa nicht in Alufolie gewickelt und auch das Papier ist zu 90 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch wenn das Sortiment keine abgefahrenen Kreationen wie Zotter beinhaltet, sind die verschiedenen Sorten allesamt lecker. Vollmilch, Zartbitter, Nougat, salty Caramel, Nuss und auch einige vegane Sorten.

Paccari

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Auch Paccari hat diesen Weg eingeschlagen und hält die gesamte Wertschöpfungskette im Ursprungsland. In diesem Fall ist das Ecuador. From Tree to Bar nennt das junge Unternehmen aus München das. Wir mögen dieses Prinzip sehr, denn es ist quasi Fairtrade 2.0. Es schafft Arbeitsplätze vor Ort, transferiert Know-how, statt einfach nur Rohstoffe zu exportieren. Alle Produkte sind vegan und werden in Demeter-Qualität angebaut. Als Certified B Unternehmen wird Paccari bei der Einhaltung von soziologischen und ökologischen Maßnahmen kontrolliert.

Kakao stammt aus Regenwaldprojekten des WWF im Amazonas, da liegt es nahe, dass es auch eine WWF Edition gibt. Die Sorten sind vielfältig und definitiv spannender als alles, was man so im Supermarktregal findet: Jasmin, Kardamom, Chili, Physalis, Feige, Zitrone, Maracuja, Zitronengras, Guayusa, um nur einige zu nennen.

Tony’s Chocolonely

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An dem Regal komm ich im Supermarkt meines Vertrauens nur schwer vorbei. Nicht nur der Geschmack ist geil, auch das Mundgefühl der dicken Blockschokolade und die lustig chaotische Anordnung der Stücke macht Spaß. Mittlerweile gibt es auch 2 vegane Sorten. Das niederländische Unternehmen setzt sich generell für sklavenfreie Schokolade ein (dafür hat Tony’s eine Petition ins Leben gerufen) natürlich ist die Schokolade von Tony’s selbst bereits Fair Trade zertifiziert. Die Fairtrade Schokoladen Marke ist mittlerweile gut in deutschen Supermärkten vertreten – einfach Augen offen halten.

Jokolade

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Ob man Joko Winterscheidt nun mag oder nicht: Jokolade ist einfach geil. Die Konzantration auf Transparenz von Stunde Null an verdient Respekt. Der jährliche Nachhaltigkeitsbericht zeigt genau auf, was erreicht wurde und wo es noch hakt. In Bereichen Klimaschutz hinkt Jokolade hinterher, bei Menschenrechten und fairer Bezahlung dagen ist die Marke schon gut aufgestellt. Der Fairtrade Kakao stammt zum größten Teil aus Westafrika (80%) und zu 20% aus Ghana. Als Partner der Tony’s Open Chain ist das Unternehmen bemüht sich stetig weiter zu entwickeln. Das honorieren wir!

Share

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Schokolade ist der Neuzugang im Share Sortiment, nach Seife, Müsliriegeln und Wasser, jetzt also Schokolade. Die 2 Sorten (Vollmilch und Traube-Nuss) werden in der Schweiz aus fair gehandeltem Bio Kakao hergestellt. Mit jeder Tafel finanzierst Du eine Mahlzeit für Menschen in Not. Die einzelnen Projekte wechseln, aber auf jedem Produkt findest Du einen Trackingcode, mit dem Du genau sehen kannst, wem Du gerade eine Mahlzeit finanziert hast. Tolle Transparenz! Zu kaufen gibt es die Schokolade in allen DM Filialen und bei REWE ab 1,39 €

Ritter Sport

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Ja, genau! DIE Ritter Sport. Obwohl sie in jedem Supermarkt liegt, zeigt Ritter Sport ganz klar, dass Nachhaltigkeit und Massenmarkt sich nicht ausschließen müssen. Wir haben die Marke vor allem auch deshalb hier aufgenommen, weil sie im Vergleich zu den anderen Marken recht günstig ist und nicht jeder 5 € oder mehr für eine Tafel Schokolade ausgeben kann und will. Bei FutureCheck.org erreicht Ritter Sport ein starkes Rating von 61 (von 100) und liegt damit im oberen Drittel der Lebensmittelkonzerne. Der Kakao stammt ausschließlich aus zertifizierten Plantagen (90% Rainforest Alliance, 10% Fairtrade). Besonders stark finden wir, dass Ritter Sport 25 % des Kakaos sogar von der eigenen Plantage in Nicaragua bezieht. Eine eigene Plantage werten wir besonders stark, da solche Unternehmen transparent mit ihrer LIeferkette umgehen, schließlich kann man die Schuld nicht auf irgendwen abwälzen, wenn man was schief läuft.

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Fair Einkaufen

Fairtrade Schokolade bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka

Grundsätzlich kannst Du immer auch zu Fairtrade Schokolade bei Lidl, Aldi oder Sonst-wo greifen. Wir haben hier in der Liste Schokoladenhersteller aufgelistet, die etwas mehr als „nur“ Fairtrade anbieten. Aber aufgepasst: Fairtrade ist nicht gleich Bio und Bio ist nicht gleich Fairtrade. So stellt Ritter Sport auf 100 % fair gehandelten Kakao um, hat dafür aber seine Bemühungen für einen Bio-Anbau reduziert. Deshalb gilt auch hier wie immer: Augen auf!

Finger weg von diesen Schokoladen-Marken!

Viele große Lebensmittelkonzerne nehmen Nachhaltigkeit nicht wirklich ernst. Miserable Arbeitsbedinungen in den Kakoplantagen, Kinderarbeit und Sklaverei sind hier an der Tagesordnung. Transparenz und echtes Engagement können wir nur bei weinigen Herstellern erkennen. Hinzu kommt, dass die Verpackung Teil des Marketings ist und es kaum ein Interesse gibt das zu reduzieren. Wir haben uns auf Futurecheck.org mit Lebensmittelkonzernen in der Tiefe beschäftigt.

 

 

Oliver Schrage

Oliver Schrage

Marketingexperte, hoffnungsloser Optimist, Nachhaltigkeitsenthusiast, Bikenerd, Outdoorverrückter. > mehr über mich.

2 Kommentare zu „Fairtrade Schokolade | Diese Marken schmecken doppelt gut“

  1. Avatar

    Ich bin ein Fan von „Die gute Schokolade“ und kaufe seit Jahren Gepa – und Fairtrade-Produkte. Gerade in der Weihnachtszeit regt mich die Schokoladenwerbung der großen Schokofirmen, vor allem, die von Lindt, wahnsinnig auf. Ich wünschte, es gäbe „Gegenwerbung“. So versuche ich selbst darauf zu achten und verschenke nur Schokolade mit den verlässlichen Fairtrade-Siegeln. Hiermit auch mal ein großes Danke an alle, die sich für Fairtrade auf der ganzen Welt einsetzen. Wünsche eine fairschönerte Weihnachtszeit. Conny Frey

  2. Avatar

    Kann mich nur anschließen, Zotter Schokolade ist nicht nur geschmacklich ein absolutes Highlight. Wir waren vor kurzem bei Zotter in der Steiermark zu Besuch und konnten das gesamte Unternehmenskonzept kennenlernen. Hier ist einfach alles stimmig – das gesamte Unternehmen ist durchgängig bio und fair, das wird definitiv so gelebt. Ein Vorzeigeunternehmen für den Fairen Handel.

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